Leitfaden DSG & Cybersicherheit · interaktive Version
Ist Ihre Praxis bereit für das DSG?
Der Leitfaden von DentalSystems in 22 Punkten. Zu jedem Punkt: was das Gesetz und die bewährten Praktiken verlangen, eine Frage zu Ihrer Praxis und eine Antwort, die je nach Ihrer Situation erklärt wird.
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Für die Daten der Patienten ist die Praxis verantwortlich, das heisst ihr Inhaber oder die Gesellschaft, die sie betreibt. Nicht Ihr IT-Dienstleister, nicht der Hersteller Ihrer Software.
Röntgenbilder, Diagnosen, Behandlungspläne: Das sind Gesundheitsdaten, die das Gesetz zu den besonders schützenswerten Personendaten zählt.
Das Gesetz verlangt, dass Sie wissen, wo diese Daten sind, dass Sie sie schützen, ein schweres Datenleck melden und zeigen können, was Sie umgesetzt haben.
Die Bussen, bis zu CHF 250'000, treffen Personen und ahnden vorsätzliche Verstösse, meist auf Antrag. Fahrlässigkeit wird nach diesem Gesetz nicht bestraft, aber ein Vorfall kommt auf andere Weise teuer zu stehen.
Bei einem Angriff: ausstecken, anrufen, nicht zahlen, dokumentieren, melden.
Der interaktive Check benötigt JavaScript. Die Erklärungen zu jedem Punkt bleiben unten lesbar.
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Das Gesetz und Ihre Patienten
Das revDSG gilt seit dem 1. September 2023 für alle Praxen, unabhängig von ihrer Grösse. Vier Pflichten, die Sie kennen sollten.
Punkt 1Wesentlich
Wissen, wo Ihre Daten sind
Patientendossiers, Röntgenbilder, Terminkalender, E-Mails, Datensicherungen, Papier: Das Gesetz verlangt, dass Sie wissen, wo sich die Daten Ihrer Patienten befinden und wie sie geschützt sind. Darauf baut alles andere auf.
Mehr erfahren
Die häufigsten blinden Flecken: eine alte, nie gelöschte Festplatte, ein USB-Stick in einer Schublade, der Laptop, der abends mit nach Hause geht, die ans Labor gesendeten Dateien, das Telefon einer Dentalassistentin.
Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitenden sind grundsätzlich davon befreit, ein Verzeichnis der Bearbeitungstätigkeiten zu führen, ausser sie bearbeiten umfangreich besonders schützenswerte Personendaten. Ein solches Verzeichnis bleibt trotzdem der einfachste Weg zu zeigen, dass Sie wissen, wo Ihre Daten sind.
Haben Sie eine aktuelle Liste aller Orte, an denen sich die Daten Ihrer Patienten befinden?
In Ordnung: Sie wissen, wo Ihre Daten sind.
Warum das wichtig ist
Schützen kann man nur, was man kennt. Bei einem Vorfall spart Ihnen diese Liste wertvolle Zeit, um zu wissen, was betroffen ist und wen Sie informieren müssen.
Damit es so bleibt
Aktualisieren Sie sie bei jeder neuen Software, jedem neuen Computer und jedem neuen Dienstleister.
Zu beheben: Daten könnten Ihnen entgleiten.
Das Risiko
Ohne Inventar können Sie weder sagen, ob alles geschützt ist, noch nach einem Vorfall rasch dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) oder einem Patienten antworten. Oft fliessen Daten gerade an den vergessenen Orten ab.
Das Ziel
Eine einfache Liste jeder Software, jedes Computers, jedes Geräts, jeder Datensicherung und jedes Dienstleisters, die mit den Daten Ihrer Patienten zu tun haben, jeweils mit der Art, wie sie geschützt sind.
Mit uns
Bei einem ersten, kostenlosen Besuch erstellen wir mit Ihnen das Inventar Ihrer IT-Ausrüstung.
Zu prüfen: Oft verstecken sich genau hier die Risiken.
So finden Sie es heraus
Könnten Sie in fünf Minuten sagen, auf welchen Geräten und bei welchen Dienstleistern die Röntgenbilder Ihrer Patienten liegen? Dauert es länger, fehlt die Liste wahrscheinlich.
Mit uns
Bei einem ersten, kostenlosen Besuch prüfen wir diesen Punkt mit Ihnen und erklären Ihnen, was wir festgestellt haben.
Ihre Patienten müssen wissen, welche Daten Sie erheben, wozu, wie lange Sie sie aufbewahren und an wen Sie sie weitergeben: Labor, Versicherungen, Fachärzte. Dazu dient die Datenschutzerklärung.
Mehr erfahren
Das Gesetz verlangt, die Patienten bei der Beschaffung ihrer Daten zu informieren (Art. 19 DSG). Die Erklärung kann auf Ihrer Website stehen, im Wartezimmer aushängen oder mit dem Anamnesebogen abgegeben werden.
Wer diese Information vorsätzlich unterlässt, kann auf Antrag des Patienten mit Busse bestraft werden.
Erhalten Ihre Patienten eine klare Information darüber, wie ihre Daten verwendet werden?
In Ordnung: Ihre Patienten sind informiert.
Warum das wichtig ist
Sie erfüllen die gesetzliche Informationspflicht und zeigen Ihren Patienten, dass ihre Daten ernst genommen werden. Es ist eines der ersten Dokumente, die man bei Fragen von Ihnen verlangen wird.
Damit es so bleibt
Lesen Sie sie erneut, wenn Sie Software, Labor oder Dienstleister wechseln: Die Liste der Empfänger muss stimmen.
Zu beheben: Die Informationspflicht ist nicht erfüllt.
Das Risiko
Das ist seit September 2023 eine gesetzliche Pflicht. Ein unzufriedener Patient kann sich beschweren, und die vorsätzliche Unterlassung ist strafbar.
Das Ziel
Ein kurzer, verständlicher Text: welche Daten, wozu, wie lange, an wen weitergegeben, und wie man seine Rechte ausübt.
Mit uns
Die Vorlage DS9 im Kit gibt Ihnen eine Grundlage zum Anpassen. Wir können Ihnen helfen, die tatsächlichen Empfänger Ihrer Daten zu erfassen: Software, Datensicherungen, Dienstleister.
Zu prüfen: Oft verstecken sich genau hier die Risiken.
So finden Sie es heraus
Lesen Sie Ihren Anamnesebogen und Ihre Website durch: Erklärt ein Abschnitt, was Sie mit den Daten tun? Ein einfaches Kästchen «Ich bin einverstanden» genügt als Information nicht.
Mit uns
Bei einem ersten, kostenlosen Besuch prüfen wir diesen Punkt mit Ihnen und erklären Ihnen, was wir festgestellt haben.
Jeder Patient kann Sie fragen, welche Daten Sie über ihn haben. Sie müssen ihm kostenlos und vollständig antworten, grundsätzlich innert 30 Tagen.
Mehr erfahren
Die Praxis bleibt für die Antwort verantwortlich, auch wenn die Daten bei einem Dienstleister liegen: Sie können den Patienten nicht an Ihren IT-Dienstleister verweisen. Prüfen Sie die Identität der anfragenden Person, bevor Sie etwas senden.
Antworten Sie nie «Wir haben nichts gefunden», wenn Daten vorhanden sind: In Zürich wurde 2025 der Urheber einer solchen Antwort gebüsst.
Wenn ein Patient morgen eine Kopie all seiner Daten verlangte, könnten Sie ihm innert 30 Tagen vollständig antworten?
In Ordnung: Sie sind bereit.
Warum das wichtig ist
Eine vollständige und fristgerechte Antwort vermeidet Beschwerden und Streitigkeiten. Ein Auskunftsbegehren ist oft der erste Schritt eines unzufriedenen Patienten.
Damit es so bleibt
Notieren Sie jedes Begehren und das Datum Ihrer Antwort: Das ist Ihr Nachweis.
Zu beheben: Ein Begehren würde Sie überrumpeln.
Das Risiko
Die Daten eines Patienten sind oft verstreut: Praxisverwaltungssoftware, Bildgebung, E-Mails, Papierarchiv. Eine unvollständige oder verspätete Antwort setzt Sie einer Anzeige beim EDÖB oder sogar einem Gerichtsverfahren aus; eine vorsätzlich unvollständige Antwort ist strafbar.
Das Ziel
Wissen, wer diese Begehren in der Praxis bearbeitet und wo die Daten zu suchen sind (siehe Punkt 1), und über einen Musterbrief verfügen.
Mit uns
Die Vorlage DS10 im Kit liefert Ihnen den Musterbrief. Wir können Ihnen helfen, die Daten in Ihrer Software zu finden und zu exportieren.
Zu prüfen: Oft verstecken sich genau hier die Risiken.
So finden Sie es heraus
Machen Sie die Übung mit einem erfundenen Patienten: Wo würden Sie sein Dossier, seine Röntgenbilder, seine E-Mails suchen? Wenn Sie zögern, bereiten Sie sich besser jetzt vor als unter Fristdruck.
Mit uns
Bei einem ersten, kostenlosen Besuch prüfen wir diesen Punkt mit Ihnen und erklären Ihnen, was wir festgestellt haben.
Führt ein Datenleck oder ein Angriff voraussichtlich zu einem hohen Risiko für Ihre Patienten, müssen Sie dies so rasch als möglich dem Eidgenössischen Datenschutz- und Öffentlichkeitsbeauftragten (EDÖB) melden. Es gibt keine feste Frist wie die 72 Stunden in der EU, aber Sie müssen schnell handeln.
Mehr erfahren
Die Meldung erfolgt online unter databreach.edoeb.admin.ch: was geschehen ist, die Folgen, die getroffenen Massnahmen. Sie darf in einem Strafverfahren nur mit Ihrer Einwilligung gegen Sie verwendet werden.
Ihr IT-Dienstleister muss Ihnen jede festgestellte Verletzung so rasch als möglich melden. Wenn es zum Schutz der Patienten nötig ist, müssen auch diese informiert werden.
Halten Sie jeden Vorfall schriftlich fest: Sachverhalt, Folgen, getroffene Massnahmen. Verletzungen werden dokumentiert, und die Dokumentation wird ab der Meldung mindestens zwei Jahre aufbewahrt (Art. 15 Abs. 4 DSV).
Wissen Sie, wer in der Praxis entscheidet, ein Datenleck dem EDÖB zu melden, und wie das geht?
In Ordnung: Der Entscheid geht im Notfall nicht unter.
Warum das wichtig ist
Bei einem Vorfall geht alles sehr schnell. Wer weiss, wer entscheidet und wo zu melden ist, vergisst keine gesetzliche Pflicht und zeigt seinen guten Glauben.
Damit es so bleibt
Halten Sie die Adresse des Portals und die Nummer Ihres IT-Dienstleisters auf dem Notfallblatt fest, das in der Praxis aushängt.
Zu beheben: Eine gesetzliche Pflicht könnte untergehen.
Das Risiko
Nach einem Angriff hat die Wiedereröffnung der Praxis Vorrang; die Meldung wird oft vergessen. Ein schweres Datenleck nicht zu melden, ist für Sie viel riskanter, als es zu melden.
Das Ziel
Eine bezeichnete Person, die entscheidet, einfache Kriterien, um zu wissen, was gemeldet werden muss, und die nützlichen Kontakte griffbereit.
Mit uns
Das Notfallblatt DS2 und das Verfahren DS5 im Kit decken diese Schritte ab. Bei einem Vorfall helfen wir Ihnen, den Sachverhalt festzustellen, den die Meldung braucht.
E-Mails, Nachrichten, Papier: Auf diesem Weg verlassen die meisten Daten die Praxis.
Punkt 5Wesentlich
E-Mails mit Patientendaten
Ein Röntgenbild, eine Diagnose oder jede Information, die einen Patienten identifiziert, wird nie über einen gewöhnlichen E-Mail-Dienst versendet. Es braucht einen verschlüsselten E-Mail-Dienst, etwa HIN im Gesundheitsnetz, oder Proton.
Mehr erfahren
Gmail, Hotmail oder Bluewin verschlüsseln den Inhalt nicht Ende-zu-Ende: Die Nachricht kann auf den Servern gelesen werden, die sie durchläuft, manchmal ausserhalb der Schweiz.
Bei Proton ist die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zwischen Proton-Nutzern automatisch; an andere Adressen sendet man eine passwortgeschützte E-Mail und teilt das Passwort auf einem anderen Weg mit. Der Betreff wird nie verschlüsselt: Schreiben Sie nie den Namen eines Patienten hinein.
Werden die Patientendaten, die Sie per E-Mail senden, immer über einen verschlüsselten E-Mail-Dienst versendet?
In Ordnung: Was Sie senden, ist geschützt.
Warum das wichtig ist
Ein abgefangenes oder an die falsche Adresse gesendetes Röntgenbild bleibt unlesbar. Sie halten sowohl das Berufsgeheimnis als auch die gesetzliche Sicherheitspflicht ein.
Damit es so bleibt
Achten Sie auf den Betreff, der nicht verschlüsselt ist, und auf Nachrichten vom Telefon aus, die manchmal über eine andere App laufen.
Zu beheben: Gesundheitsdaten sind unverschlüsselt unterwegs.
Das Risiko
Eine gewöhnliche E-Mail kann unterwegs gelesen oder auf Servern ausserhalb der Schweiz gespeichert werden. Bei Gesundheitsdaten verstösst das gegen die Sicherheitspflicht und das Berufsgeheimnis.
Das Ziel
Ein verschlüsselter E-Mail-Dienst für die ganze Praxis, der reflexartig genutzt wird, sobald eine Nachricht Patientendaten enthält.
Mit uns
Wir sind Partner von Proton: Wir richten den E-Mail-Dienst ein, übertragen Ihre bisherigen E-Mails und zeigen Ihnen, wie Sie eine geschützte Nachricht senden.
Zu prüfen: Oft verstecken sich genau hier die Risiken.
So finden Sie es heraus
Wie wurde das letzte Röntgenbild an einen Spezialisten gesendet? Wenn von einer Adresse @gmail.com, @bluewin.ch oder @hotmail.com aus, lautet die Antwort Nein.
Mit uns
Bei einem ersten, kostenlosen Besuch prüfen wir diesen Punkt mit Ihnen und erklären Ihnen, was wir festgestellt haben.
Ein Foto eines Röntgenbilds per WhatsApp an einen Kollegen: Das ist schnell gemacht. Doch es sind Gesundheitsdaten, die die Praxis verlassen, auf einem privaten Gerät.
Mehr erfahren
WhatsApp verschlüsselt die Nachrichten, aber die Fotos bleiben in der Galerie des Telefons, werden oft in einer privaten Cloud gesichert, und das Telefon kann verloren, gestohlen oder ausgeliehen werden.
Das Berufsgeheimnis gilt für die Zahnärztin oder den Zahnarzt und die Hilfspersonen: Wer vorsätzlich Patientendaten offenbart, macht sich selbst strafbar (Art. 321 StGB, Art. 62 DSG). Der Praxisinhaber seinerseits muss zeigen können, dass er klare Regeln aufgestellt hatte.
Ist dem ganzen Team klar, dass keine Patientendaten über WhatsApp, SMS oder ein privates Telefon laufen?
In Ordnung: Die Regel ist bekannt.
Warum das wichtig ist
Das ist eines der häufigsten Datenlecks und eines der am einfachsten vermeidbaren. Eine klare Regel schützt auch Ihr Team.
Damit es so bleibt
Erinnern Sie bei jedem Eintritt daran, auch Praktikanten und Stellvertretungen.
Zu beheben: Vielleicht liegen Röntgenbilder auf privaten Telefonen.
Das Risiko
Ein gesendetes Foto bleibt in der Galerie, in den Sicherungen des Telefons und beim Empfänger. Geht das Telefon verloren, ist das ein Datenleck. Und ohne schriftliche Regel kann der Praxisinhaber nicht zeigen, dass er gehandelt hatte.
Das Ziel
Eine schriftliche, unterzeichnete Regel und vor allem ein einfacher, sicherer Weg, diese Bilder zu senden, damit niemand WhatsApp braucht.
Mit uns
Wir richten den geschützten Versandweg ein; die Vorlage für die Sicherheitsrichtlinie DS3 im Kit liefert Ihnen die schriftliche Regel.
Nicht alle Datenlecks sind digital. Ein auf dem Empfangstresen vergessenes Dossier oder ein in den Abfall geworfenes Röntgenbild verletzt ebenfalls das Geheimnis.
Mehr erfahren
Der Leitfaden empfiehlt einen Aktenvernichter für jedes Dokument mit Patientendaten, kein vom Empfang aus sichtbares Dossier und Bildschirme, die abgewandt oder mit einem Sichtschutzfilter versehen sind, wenn man sie vom Wartezimmer aus sieht.
Werden Dokumente mit Patientendaten im Aktenvernichter vernichtet, und sind sie vom Empfang aus nie sichtbar?
In Ordnung: Über Papier fliesst nichts ab.
Warum das wichtig ist
Sie schliessen eine Tür, die viele vergessen. Besucher und Reinigungspersonal haben zu nichts Zugang.
Damit es so bleibt
Denken Sie auch an den Drucker: Ein im Ausgabefach vergessenes Dokument ist ein sichtbares Dokument.
Zu beheben: Papier ist ein stilles Datenleck.
Das Risiko
Ein durchwühlter Abfalleimer, ein Dossier, das ein Patient am Empfang liest: Das verletzt das Geheimnis genauso wie eine falsch versendete E-Mail.
Das Ziel
Ein Aktenvernichter in Reichweite, ein aufgeräumter Schreibtisch am Ende des Tages, Bildschirme ausserhalb der Sicht der Patienten.
Mit uns
Für digitale Datenträger (alte Festplatten, USB-Sticks, ersetzte Computer) sorgen wir für eine zertifizierte Löschung.
Ein einziges verwundbares Gerät genügt, um die ganze Praxis zu gefährden.
Punkt 8Wesentlich
Geräte, die noch Sicherheitsupdates erhalten
Das Gesetz verlangt Systeme und Software, die stets auf dem neusten Sicherheitsstand sind (Art. 3 DSV). Windows 10 erhält seit dem 14. Oktober 2025 keine Sicherheitsupdates mehr, ausser mit einem kostenpflichtigen Abonnement für erweiterte Sicherheitsupdates. Jedes Gerät, das keine mehr erhält, ist eine offene Tür, und eine genügt.
Mehr erfahren
Bekannte Sicherheitslücken werden öffentlich aufgelistet, und automatische Werkzeuge nutzen sie aus. Von einem verwundbaren Computer aus bewegt sich ein Angreifer zum Server, zu den Datensicherungen und zur Branchensoftware, oft nachts oder am Wochenende.
Windows 11 allein genügt nicht: Jede Version hat ihr Enddatum. Windows 11 24H2 in der Pro-Edition erhält seit dem 13. Oktober 2026 keine Sicherheitsupdates mehr.
Automatische Updates und ein wöchentlicher Neustart erledigen das Wesentliche. Denken Sie auch an vergessene Geräte: alter Server, Drucker, WLAN-Router. Ein Medizinprodukt, das nicht mehr aktualisiert werden kann, muss vom übrigen Netzwerk isoliert werden. Wir empfehlen, Computer spätestens alle fünf Jahre zu ersetzen.
Erhalten alle Ihre Computer und Server noch Sicherheitsupdates, und installieren sie diese automatisch?
In Ordnung: Ihre Geräte sind auf dem neusten Stand.
Warum das wichtig ist
Sicherheitsupdates schliessen Lücken, bevor sie ausgenutzt werden: Keine andere Massnahme verhindert so viele gängige Angriffe.
Damit es so bleibt
Prüfen Sie auch die Dental- und die Bildgebungssoftware: Ihre Version muss vom Hersteller weiterhin unterstützt werden.
Zu beheben: Ein verwundbares Gerät gefährdet die ganze Praxis.
Das Risiko
Ein Computer ohne Sicherheitsupdates sammelt Lücken an, die allen bekannt sind. Ein Angreifer, der dort eindringt, kann innert weniger Stunden den Server und die Datensicherungen erreichen.
Das Ziel
Nur Systeme, die noch unterstützt werden, automatisch aktualisiert und überwacht, mit einem Ersatzplan für die ältesten.
Mit uns
Wir überwachen Ihre Computer aus der Ferne, spielen die Updates ein und planen den Ersatz von Hardware am Ende ihrer Lebensdauer.
Zu prüfen: Oft verstecken sich genau hier die Risiken.
So finden Sie es heraus
Auf jedem Computer steht der Name des Systems in den Einstellungen, Rubrik System. Ein Computer mit Windows 7, 8 oder 10 ohne Abonnement für erweiterte Sicherheitsupdates erhält keine Sicherheitsupdates mehr.
Mit uns
Bei einem ersten, kostenlosen Besuch prüfen wir diesen Punkt mit Ihnen und erklären Ihnen, was wir festgestellt haben.
Ein aus dem Auto gestohlener Laptop, ein bei einem Einbruch mitgenommener Server: Ohne Verschlüsselung sind alle Daten für jedermann lesbar.
Mehr erfahren
Die Verschlüsselung ist in Windows Pro (BitLocker) und macOS (FileVault) kostenlos integriert. Sie macht die Festplatte ohne ihren Schlüssel unlesbar.
Der Wiederherstellungsschlüssel muss an einem sicheren Ort aufbewahrt werden, nicht auf dem Computer selbst: Ohne ihn kann schon eine einfache Panne die Daten unzugänglich machen.
Sind die Festplatten Ihrer Computer, Laptops und Ihres Servers verschlüsselt?
In Ordnung: Ein Diebstahl wird nicht zum Datenleck.
Warum das wichtig ist
Ein gestohlenes Gerät bleibt ein Hardwareproblem, kein Leck von Gesundheitsdaten. Je nach den Umständen ist dann dem EDÖB nichts zu melden.
Damit es so bleibt
Stellen Sie sicher, dass die Wiederherstellungsschlüssel nicht auf den Computern selbst abgelegt sind.
Zu beheben: Ein Diebstahl würde Ihre Dossiers preisgeben.
Das Risiko
Ohne Verschlüsselung genügt es, die Festplatte auszubauen, um alles zu lesen. Der Diebstahl eines Laptops wird zum Leck von Gesundheitsdaten, das zu melden und Ihren Patienten zu erklären ist.
Das Ziel
Die Verschlüsselung auf jedem Computer, Laptop und Server aktiviert, mit Wiederherstellungsschlüsseln an einem sicheren Ort.
Mit uns
Wir können sie auf Ihren Geräten aktivieren und die Wiederherstellungsschlüssel sicher aufbewahren.
Zu prüfen: Oft verstecken sich genau hier die Risiken.
So finden Sie es heraus
Geben Sie auf einem Windows-Computer «BitLocker» im Startmenü ein: Der Status jeder Festplatte wird angezeigt. Auf dem Mac finden Sie FileVault in den Einstellungen unter «Datenschutz & Sicherheit».
Mit uns
Bei einem ersten, kostenlosen Besuch prüfen wir diesen Punkt mit Ihnen und erklären Ihnen, was wir festgestellt haben.
Das Telefon eines Patienten, das mit dem WLAN der Praxis verbunden ist, darf nie Ihre Computer oder Ihren Server erreichen können.
Mehr erfahren
Der Leitfaden empfiehlt getrennte Netzwerke: eines für die Computer und den Server, bei Bedarf eines für die medizinischen Geräte und eines für Gäste, beschränkt auf das Internet.
Das Passwort des Praxisnetzwerks wird nie im Wartezimmer angezeigt. Die Verschlüsselung WPA3 wird empfohlen, WPA2 ist das Minimum.
Ist das WLAN für Patienten vom Netzwerk Ihrer Computer und Ihres Servers getrennt?
In Ordnung: Das Wartezimmer bleibt, wo es hingehört.
Warum das wichtig ist
Ein infiziertes Gerät im Gästenetz kann Ihre Daten nicht erreichen. Das ist das digitale Gegenstück zur Tür zwischen Wartezimmer und Behandlungszimmer.
Damit es so bleibt
Ändern Sie den Gästecode ab und zu, und halten Sie die WLAN-Geräte auf dem neusten Stand.
Zu beheben: Das Wartezimmer hat Zugang zu Ihrem Netzwerk.
Das Risiko
Ohne Trennung kann jedes mit dem WLAN verbundene Gerät versuchen, Ihre Computer und Ihren Server zu erreichen. Ein infiziertes Telefon genügt.
Das Ziel
Ein Gästenetz, das nur Zugang zum Internet gibt, und ein Praxisnetzwerk, das Ihren Geräten vorbehalten ist.
Mit uns
Wir installieren und konfigurieren das Praxisnetzwerk, getrennte Netzwerke inbegriffen.
Zu prüfen: Oft verstecken sich genau hier die Risiken.
So finden Sie es heraus
Wenn die Patienten dasselbe WLAN-Passwort erhalten wie das Team, lautet die Antwort Nein. Gibt es ein «Gäste»-Netz, bleibt zu prüfen, ob es wirklich isoliert ist.
Mit uns
Bei einem ersten, kostenlosen Besuch prüfen wir diesen Punkt mit Ihnen und erklären Ihnen, was wir festgestellt haben.
Nicht betroffen: kein WLAN für Patienten.
Gut zu wissen
In dieser Hinsicht gibt es nichts zu trennen. Prüfen Sie nur, ob das Passwort des Praxisnetzwerks allein dem Team bekannt ist und ob keine privaten Telefone damit verbunden sind.
Ein Schutz, der überwacht, nicht nur ein Virenschutz
Ein Virenschutz blockiert vor allem, was er bereits kennt, und niemand sieht seine Warnungen. Ein sogenannter EDR-Schutz beobachtet, was die Programme tun, stoppt einen laufenden Angriff, auch einen unbekannten, und alarmiert eine Fachperson.
Mehr erfahren
Beginnt ein Programm, einen Ordner nach dem anderen zu verschlüsseln, blockiert das EDR es, isoliert den Computer und alarmiert den Dienstleister.
Ein EDR ist nur etwas wert, wenn es überwacht wird: Jemand muss die Warnungen erhalten und rasch reagieren.
Sind Ihre Computer durch eine EDR-Lösung geschützt, deren Warnungen Ihr Dienstleister verfolgt?
In Ordnung: Ein Angriff kann gestoppt werden, während er läuft.
Warum das wichtig ist
Das ist das Schutzniveau, das wir für Gesundheitsdaten empfehlen: Der Angriff wird an seinem Verhalten erkannt, bevor alles verschlüsselt ist, und jemand reagiert.
Damit es so bleibt
Fragen Sie, wer die Warnungen erhält und wie schnell reagiert wird.
Zu beheben: Ein Angriff könnte unbemerkt bleiben.
Das Risiko
Ein Virenschutz allein, dessen Warnungen niemand verfolgt, lässt neue oder von Hand geführte Angriffe durch. Sie bleiben oft unsichtbar, bis alles verschlüsselt ist.
Das Ziel
Ein verhaltensbasierter Schutz auf jedem Computer und Server, auf Ihre Dentalsoftware abgestimmt und von einer Fachperson überwacht.
Mit uns
Die Computer unter unserem Überwachungsvertrag sind durch ein EDR geschützt, dessen Warnungen wir sofort nach Eingang bearbeiten; wir halten Sie dabei auf dem Laufenden.
Zu prüfen: Oft verstecken sich genau hier die Risiken.
So finden Sie es heraus
Fragen Sie Ihren Dienstleister nach dem Namen des installierten Schutzes und danach, wer die Warnungen erhält. Ohne klare Antwort werten Sie das als Nein.
Mit uns
Bei einem ersten, kostenlosen Besuch prüfen wir diesen Punkt mit Ihnen und erklären Ihnen, was wir festgestellt haben.
Wenn alles blockiert ist, entscheidet die Datensicherung, ob Sie am nächsten Tag oder erst in einem Monat wieder öffnen.
Punkt 12Wesentlich
Eine Kopie ausserhalb der Praxis
Die 3-2-1-Regel: drei Kopien Ihrer Daten, auf zwei verschiedenen Datenträgern, davon eine ausserhalb der Praxis. Ein Brand, ein Wasserschaden oder ein Einbruch darf nicht alle Kopien auf einmal vernichten.
Mehr erfahren
Die Kopie ausserhalb der Praxis muss verschlüsselt, automatisch und aktuell sein und sich in einem Land mit angemessenem Schutz befinden, idealerweise in der Schweiz.
Eine Festplatte, die jeden Abend mit nach Hause genommen wird, funktioniert, solange niemand es vergisst, und das passiert früher oder später immer.
Befindet sich eine vollständige, aktuelle Kopie Ihrer Daten ausserhalb der Praxis?
In Ordnung: Ein Schadenfall lässt Sie nicht alles verlieren.
Warum das wichtig ist
Selbst wenn die ganze Praxis betroffen ist, lassen sich Ihre Dossiers wiederherstellen. Das ist der Kern der 3-2-1-Regel.
Damit es so bleibt
Prüfen Sie, ob diese Kopie verschlüsselt und aktuell ist: Eine drei Monate alte Kopie bedeutet drei Monate verlorene Dossiers.
Zu beheben: Alles könnte auf einmal verschwinden.
Das Risiko
Sind alle Kopien in der Praxis, kann ein Brand, ein Diebstahl oder ein Angriff alles vernichten: Dossiers, Röntgenbilder, Buchhaltung.
Das Ziel
Eine automatische, verschlüsselte Kopie, die jeden Tag ausserhalb der Praxis abgelegt wird, in der Schweiz.
Mit uns
Unsere Datensicherungen senden jede Nacht eine verschlüsselte Kopie aus der Praxis, die in der Schweiz in unserer Obhut aufbewahrt wird.
Ransomware sucht die Datensicherungen, um sie zuerst zu verschlüsseln. Eine ständig angeschlossene Festplatte wird mit allem anderen verschlüsselt.
Mehr erfahren
Die Abwehr: eine getrennte Kopie oder eine so gesperrte Kopie, dass sie während einer gewissen Zeit niemand ändern oder löschen kann, nicht einmal ein Programm, das die Kontrolle über das Netzwerk übernommen hat. Man spricht von einer unveränderbaren Kopie.
Sie ist die empfohlene Ergänzung der 3-2-1-Regel; man schreibt manchmal 3-2-1-1-0: eine zusätzliche unveränderbare Kopie und null Fehler bei den Wiederherstellungstests.
Ist mindestens eine Ihrer Datensicherungen getrennt oder gegen Änderung und Löschung geschützt?
In Ordnung: Ihre letzte Verteidigungslinie hält.
Warum das wichtig ist
Selbst wenn der Angreifer die Kontrolle über das Netzwerk übernimmt, kann er diese Kopie nicht zerstören. Sie erlaubt es Ihnen, die Zahlung eines Lösegelds zu verweigern.
Damit es so bleibt
Stellen Sie sicher, dass der Verlauf weit genug zurückreicht: Ein Angriff bleibt oft mehrere Tage still, bevor er sich zeigt.
Zu beheben: Ihre Datensicherungen würden mit dem Rest verschlüsselt.
Das Risiko
Angreifer nehmen sich zuerst die Datensicherungen vor. Sind diese vom Netzwerk aus erreichbar, werden sie verschlüsselt oder gelöscht, bevor der Angriff überhaupt bemerkt wird, und es bleibt nur noch das Lösegeld.
Das Ziel
Eine isolierte oder gesperrte Kopie, die niemand vor Ablauf einer bestimmten Frist löschen kann.
Mit uns
Unsere Datensicherungen bewahren einen Verlauf von etwa zwei Wochen auf, damit wir auf einen Stand vor Beginn eines Angriffs zurückgehen können. Wir erklären Ihnen, welche Kopie intakt bliebe und weshalb.
Zu prüfen: Oft verstecken sich genau hier die Risiken.
So finden Sie es heraus
Fragen Sie Ihren Dienstleister: Wenn eine Ransomware heute Abend die Kontrolle über den Server übernähme, welche Kopie bliebe intakt, und weshalb? Die Antwort muss präzise sein.
Mit uns
Bei einem ersten, kostenlosen Besuch prüfen wir diesen Punkt mit Ihnen und erklären Ihnen, was wir festgestellt haben.
Eine Datensicherung, die nie wiederhergestellt wurde, ist ein Versprechen, keine Garantie. Das Gesetz verlangt, dass der Zugang zu den Daten nach einem Vorfall rasch wiederhergestellt werden kann (Art. 3 DSV).
Mehr erfahren
Ein Test besteht darin, einige Dossiers oder Röntgenbilder wiederherzustellen und zu prüfen, ob sie sich normal öffnen lassen.
Mindestens einmal pro Jahr, idealerweise öfter; jeder Test wird mit Datum und Ergebnis festgehalten. Auch das wird man nach einem Vorfall von Ihnen verlangen.
Wurde in den letzten zwölf Monaten eine Wiederherstellung Ihrer Daten erfolgreich getestet?
In Ordnung: Sie wissen, dass Ihre Datensicherungen funktionieren.
Warum das wichtig ist
Sie wissen, dass die Dateien verwendbar sind und wie lange eine Wiederherstellung dauert. Genau das verlangt das Gesetz.
Damit es so bleibt
Halten Sie jeden Test schriftlich fest: Datum, was wiederhergestellt wurde, Ergebnis.
Zu beheben: Nichts beweist, dass Ihre Datensicherungen funktionieren.
Das Risiko
Eine beschädigte oder unvollständige Datensicherung wird oft erst an dem Tag entdeckt, an dem man sie braucht. Dann ist es zu spät.
Das Ziel
Regelmässige, festgehaltene Tests, die prüfen, ob sich die wiederhergestellten Daten wirklich öffnen lassen.
Mit uns
Wir testen regelmässig die Wiederherstellung der Datensicherungen, die wir verwalten, und überwachen jede einzelne davon.
Wer in Ihre Systeme gelangen kann, und mit welchem Schlüssel.
Punkt 15Wichtig
Ein Konto pro Person
Ein gemeinsames Konto wie «Empfang» oder «Praxis» macht es unmöglich zu wissen, wer was getan hat. Jede Person braucht ihr eigenes Konto, mit nur den Zugriffen, die sie für ihre Arbeit braucht.
Mehr erfahren
Eine Dentalassistentin braucht keinen Zugriff auf die Buchhaltung, ein externer Buchhalter keinen auf die Röntgenbilder: Wird ein Konto gestohlen, erhält der Angreifer nur, was dieses Konto erlaubt.
Beim Austritt einer Mitarbeiterin oder eines Mitarbeiters werden alle Zugriffe noch am selben Tag gesperrt: Computer, E-Mail, Software, Fernzugriff. Eine vierteljährliche Überprüfung der Kontenliste verhindert, dass sich vergessene Zugriffe ansammeln.
Hat jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter ein eigenes Konto, und werden die Zugriffe ehemaliger Mitarbeitender am Tag ihres Austritts gesperrt?
In Ordnung: Jede Handlung hat einen Urheber.
Warum das wichtig ist
Bei einem Vorfall weiss man, wer was wann getan hat. Und ein gestohlenes Konto öffnet nur, was sein Inhaber braucht.
Damit es so bleibt
Überprüfen Sie die Kontenliste jedes Quartal: Praktikanten, Stellvertretungen, ehemalige Dienstleister.
Zu beheben: Niemand kann sagen, wer was getan hat.
Das Risiko
Bei einem gemeinsamen Konto öffnet ein gestohlenes Passwort alles, und keine Handlung ist nachvollziehbar. Ehemalige Mitarbeitende, die ihre Zugriffe behalten, sind ein echtes Risiko.
Das Ziel
Ein persönliches Konto pro Person, auf ihre Funktion beschränkte Rechte und ein Austrittsverfahren, das alles noch am selben Tag sperrt.
Mit uns
Wir erstellen die Konten, vergeben die Rechte nach Funktion und sperren die Zugriffe, sobald Sie uns einen Austritt melden.
Zu prüfen: Oft verstecken sich genau hier die Risiken.
So finden Sie es heraus
Wie heisst das Konto auf dem Computer am Empfang? Trägt es den Namen eines Computers oder einer Funktion und nicht den einer Person, ist es ein gemeinsames Konto.
Mit uns
Bei einem ersten, kostenlosen Besuch prüfen wir diesen Punkt mit Ihnen und erklären Ihnen, was wir festgestellt haben.
Ein kurzes Passwort, der Name der Praxis oder ein Geburtsdatum ist in wenigen Sekunden erraten. Der Leitfaden empfiehlt mindestens zwölf Zeichen und für jeden Dienst ein anderes Passwort, gespeichert in einem Passwortmanager.
Mehr erfahren
Ein Passwortmanager bewahrt alle Zugangsdaten verschlüsselt auf: Man muss sich nur noch ein einziges Passwort merken. So gibt es keine Zettel unter der Tastatur mehr und nicht mehr überall dasselbe Passwort, die Ursache vieler Angriffe, bei denen ein Konto nach dem anderen fällt.
Sind die Passwörter der Praxis lang, für jeden Dienst verschieden und in einem sicheren Passwortmanager gespeichert?
In Ordnung: Ein gestohlenes Passwort öffnet nicht alles.
Warum das wichtig ist
Jeder Dienst hat seinen eigenen Schlüssel: Ein Datenleck bei einem Dienst gefährdet die anderen nicht.
Damit es so bleibt
Das Hauptpasswort des Passwortmanagers muss das stärkste von allen sein und durch die Zwei-Faktor-Authentifizierung geschützt werden.
Zu beheben: Ihre Passwörter sind ein leichter Einstieg.
Das Risiko
Programme probieren automatisch Millionen gängiger Passwörter aus und verwenden solche, die anderswo abgeflossen sind, erneut. Ein wiederverwendetes Passwort öffnet mehrere Türen auf einmal.
Das Ziel
Lange, einzigartige Passwörter, von einem Passwortmanager erstellt und aufbewahrt, für jedes Teammitglied.
Mit uns
Wir richten einen Passwortmanager für die Praxis ein und legen Ihre Zugangsdaten gemeinsam mit Ihnen darin ab.
Nach dem Passwort ein Code auf dem Telefon: Selbst wenn das Passwort gestohlen wird, bleibt der Angreifer draussen. Es ist das Prinzip der Bankkarte und ihres PIN-Codes.
Mehr erfahren
Vorrangig zu aktivieren für E-Mail, Fernzugriff, Online-Datensicherungen, die Dentalsoftware, falls sie es erlaubt, und die Bank.
Ein gehacktes E-Mail-Konto dient oft dazu, Ihre Kontakte zu täuschen, auch Labors und Patienten.
Ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung für E-Mail, Fernzugriff und die Online-Dienste der Praxis aktiviert?
In Ordnung: Ein gestohlenes Passwort genügt nicht mehr.
Warum das wichtig ist
Das ist eine der wirksamsten Massnahmen gegen den Diebstahl von Konten, mit minimalem Aufwand.
Damit es so bleibt
Bewahren Sie die Notfallcodes an einem sicheren Ort auf, für den Tag, an dem ein Telefon verloren geht oder ersetzt wird.
Zu beheben: Ein einziges Passwort schützt Ihre Daten.
Das Risiko
Ein Passwort lässt sich mit einer gefälschten E-Mail in wenigen Sekunden stehlen. Ohne zweiten Faktor gelangt der Angreifer direkt in Ihr E-Mail-Konto oder in Ihr Netzwerk.
Das Ziel
Ein zweiter Faktor bei jedem Dienst, der es erlaubt, angefangen bei E-Mail und Fernzugriff.
Mit uns
Wir aktivieren sie für Ihre Konten und helfen allen Mitarbeitenden, sie auf ihrem Telefon einzurichten.
Zu prüfen: Oft verstecken sich genau hier die Risiken.
So finden Sie es heraus
Wenn Sie sich auf einem neuen Gerät in Ihrem E-Mail-Konto anmelden, werden Sie nach einem Code gefragt? Wenn nicht, ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung nicht aktiv.
Mit uns
Bei einem ersten, kostenlosen Besuch prüfen wir diesen Punkt mit Ihnen und erklären Ihnen, was wir festgestellt haben.
Ein Fernwartungstool, das ständig offen bleibt, mit einem schwachen Passwort, ist ein klassisches Einfallstor für Ransomware.
Mehr erfahren
Jede Verbindung muss identifiziert, durch die Zwei-Faktor-Authentifizierung geschützt, protokolliert und zeitlich begrenzt sein. Je weiter der Zugriff reicht (Server, Patientendaten), desto sicherer muss die Lösung sein.
Die Gratisversionen der Fernwartungstools sind dafür nicht gemacht.
Laufen die Fernzugriffe auf Ihre Computer ausschliesslich über ein professionelles Tool, mit Zwei-Faktor-Authentifizierung und einem Protokoll jeder Verbindung?
In Ordnung: Jede Verbindung wird kontrolliert.
Warum das wichtig ist
Sie wissen, wer sich wann und weshalb verbindet. Ein Angreifer kann diese Tür nicht benutzen, ohne dieselben Kontrollen zu durchlaufen.
Damit es so bleibt
Führen Sie die Liste der Personen, die sich verbinden dürfen, und entfernen Sie jene, die es nicht mehr brauchen.
Zu beheben: Eine Tür steht ständig offen.
Das Risiko
Bots suchen ununterbrochen nach Fernzugriffstools, die im Internet erreichbar sind. Mit einem schwachen Passwort kommt der Angreifer wie ein Techniker herein und installiert seine Ransomware.
Das Ziel
Ein einziges professionelles Tool, jede Verbindung authentifiziert, protokolliert und zeitlich begrenzt, und kein Gratistool, das in Bereitschaft bleibt.
Mit uns
Unsere Fernwartung läuft über ein professionelles Tool: Jede Verbindung wird authentifiziert und protokolliert.
Zu prüfen: Oft verstecken sich genau hier die Risiken.
So finden Sie es heraus
Sehen Sie ein Symbol von TeamViewer, AnyDesk oder Ähnlichem auf Ihren Computern? Fragen Sie, wer es benutzt und wie es geschützt ist.
Mit uns
Bei einem ersten, kostenlosen Besuch prüfen wir diesen Punkt mit Ihnen und erklären Ihnen, was wir festgestellt haben.
Nicht betroffen: kein Fernzugriff.
Gut zu wissen
In dieser Hinsicht gibt es nichts zu schützen. Prüfen Sie nur, ob kein Fernwartungstool (TeamViewer, AnyDesk oder andere) auf einem Computer installiert geblieben ist: Ein vergessenes Tool ist eine vergessene Tür.
Die Verträge, Regeln und Reflexe, die alles andere zusammenhalten.
Punkt 19Wesentlich
Ein Vertrag mit jedem Dienstleister
Ihr IT-Dienstleister, Ihr Hoster, Ihr Treuhänder: Jeder Dienstleister, der in Ihrem Auftrag Daten Ihrer Patienten bearbeitet, muss durch einen Auftragsbearbeitungsvertrag gebunden sein (Art. 9 DSG).
Mehr erfahren
Der Vertrag legt fest, was der Dienstleister mit den Daten tun darf, wie er sie schützt, wem er sie anvertrauen darf und was am Ende der Zusammenarbeit mit ihnen geschieht.
Bevor Sie Ihre Daten anvertrauen, müssen Sie sich zudem vergewissern, dass der Dienstleister sie schützen kann. Wer vorsätzlich Daten anvertraut, ohne diese Regeln einzuhalten, wird auf Antrag bestraft.
Haben Sie mit jedem Dienstleister, der auf die Daten Ihrer Patienten zugreift, einen unterzeichneten Auftragsbearbeitungsvertrag?
In Ordnung: Ihre Dienstleister haben einen klaren Rahmen.
Warum das wichtig ist
Sie wissen, was jeder mit Ihren Daten tun darf, und haben bei Problemen eine Handhabe. Es ist eines der ersten Dokumente, die man nach einem Vorfall von Ihnen verlangen wird.
Damit es so bleibt
Verlangen Sie von jedem Dienstleister die Liste der Dienste, die er für Sie nutzt, und lassen Sie den Vertrag anpassen, wenn sie sich ändert.
Zu beheben: Ihre Daten sind ohne Rahmen anvertraut.
Das Risiko
Ohne Vertrag haben Sie keine Kontrolle darüber, was beim Dienstleister mit den Daten geschieht, und Ihre Ansprüche sind viel schwieriger durchzusetzen. Gegenüber dem EDÖB und Ihren Patienten stehen Sie in der Verantwortung.
Das Ziel
Ein schriftlicher Vertrag pro Dienstleister, der die betroffenen Daten, die Sicherheitsmassnahmen, die von ihm selbst genutzten Dienste und die Frist festlegt, innert der er Sie über einen Vorfall informieren muss.
Mit uns
Die Vorlage DS7 im Kit gibt Ihnen eine Grundlage. Verlangen Sie diesen Vertrag von jedem Ihrer Dienstleister, auch von uns.
Zu prüfen: Oft verstecken sich genau hier die Risiken.
So finden Sie es heraus
Suchen Sie in Ihren Unterlagen nach einem Vertrag, der Art. 9 DSG oder die Auftragsbearbeitung erwähnt. Eine Rechnung oder ein gewöhnlicher Wartungsvertrag genügt nicht.
Mit uns
Bei einem ersten, kostenlosen Besuch prüfen wir diesen Punkt mit Ihnen und erklären Ihnen, was wir festgestellt haben.
Ein grosser Teil der Angriffe beginnt mit einer präparierten E-Mail oder einem betrügerischen Anruf, die in gutem Glauben entgegengenommen werden. Schriftliche, unterzeichnete Sicherheitsregeln und eine kurze jährliche Sensibilisierung sind der beste Schutz.
Mehr erfahren
Die schriftlichen Regeln behandeln Computer, Passwörter, E-Mail, private Geräte und das Verhalten bei einem Vorfall. Alle Mitarbeitenden unterzeichnen sie bei ihrem Eintritt.
Die Sensibilisierung von 30 bis 60 Minuten findet mindestens einmal pro Jahr und bei jedem Eintritt statt; sie wird festgehalten (Datum, Teilnehmende, Themen). Mit dem Quiz auf dieser Website kann jede Person ihre Reflexe testen.
Hat Ihr Team in den letzten zwölf Monaten schriftliche Sicherheitsregeln unterzeichnet und an einer Sensibilisierung teilgenommen?
In Ordnung: Das Team kennt die Regeln.
Warum das wichtig ist
Ein aufmerksames Team erkennt eine gefälschte E-Mail vor dem Klick. Und unterzeichnete Regeln zeigen, dass Sie das Nötige getan hatten, falls trotzdem ein Fehler passiert.
Damit es so bleibt
Wiederholen Sie die Schulung jedes Jahr und bei jedem Eintritt, auch für Praktikanten und Stellvertretungen.
Zu beheben: Das Team ist das erste Ziel.
Das Risiko
Ein Klick auf eine gefälschte Rechnung oder der Anruf eines falschen Technikers genügt, um die Tür zu öffnen. Und ohne schriftliche Regeln kann der Praxisinhaber nicht zeigen, dass er sein Team informiert hatte.
Das Ziel
Ein kurzes, von allen unterzeichnetes Dokument und eine festgehaltene jährliche Sensibilisierung mit konkreten Beispielen aus dem Alltag.
Mit uns
Die Vorlagen DS3 (Sicherheitsrichtlinie) und DS4 (Schulungsbestätigung) im Kit liefern Ihnen die Grundlage, und mit dem Quiz auf der Website kann jede Person üben.
Die ersten Minuten zählen. Alle in der Praxis müssen wissen, was zu tun ist, und vor allem, was nicht, wenn ein Bildschirm eine Lösegeldforderung anzeigt:
Isolieren: Netzwerkkabel ausstecken und WLAN deaktivieren. Den Computer nicht ausschalten.
Anrufen: Ihren IT-Dienstleister, sonst das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS).
Kein Lösegeld zahlen: Das ist die Empfehlung des Bundes.
Melden: dem EDÖB, wenn das Risiko für die Patienten hoch ist.
Hängt das Vorgehen bei einem Vorfall in der Praxis aus, und kennt es das ganze Team?
In Ordnung: Der richtige Reflex ist griffbereit.
Warum das wichtig ist
Ausstecken statt ausschalten, anrufen statt selbst reparieren: Diese Handgriffe begrenzen den Schaden und sichern die Spuren, die für die Ermittlung und die Versicherung nützlich sind.
Damit es so bleibt
Prüfen Sie ab und zu, ob die Nummern auf dem Blatt noch stimmen.
Zu beheben: Das Team könnte die Lage verschlimmern.
Das Risiko
Unter Stress schaltet man den Computer aus, löscht die verdächtige Nachricht, versucht selbst zu reparieren. Oft sind es genau diese Handgriffe, die die Spuren verwischen und den Angriff sich ausbreiten lassen.
Das Ziel
Ein Blatt, das bei den Computern aushängt, und ein Verfahren, das alle kennen, mit den richtigen Nummern.
Mit uns
Das Notfallblatt DS2, das Verfahren DS5 und das Formular DS11 im Kit sind bereit zum Ausdrucken und Aufhängen.
Zu prüfen: Oft verstecken sich genau hier die Risiken.
So finden Sie es heraus
Fragen Sie eine Dentalassistentin, was sie tun würde, wenn ein Bildschirm eine Lösegeldforderung anzeigte. Ihre Antwort zeigt Ihnen, ob das Verfahren bekannt ist.
Mit uns
Bei einem ersten, kostenlosen Besuch prüfen wir diesen Punkt mit Ihnen und erklären Ihnen, was wir festgestellt haben.
Eine Cyberversicherung übernimmt einen Teil der Kosten eines Vorfalls: Instandsetzung, Betriebsunterbruch, Unterstützung. Sie ergänzt die Sicherheit, ersetzt sie aber nicht.
Mehr erfahren
Lesen Sie die Ausschlüsse und die Voraussetzungen: Gewisse Verträge zahlen nicht, wenn die Updates nicht gemacht waren oder wenn Datensicherungen fehlten.
Prüfen Sie auch den Selbstbehalt, die Deckungsobergrenze und ob die Unterstützung rund um die Uhr erreichbar ist.
Haben Sie eine Cyberversicherung, und kennen Sie deren Bedingungen und Ausschlüsse?
In Ordnung: Sie sind versichert und kennen die Bedingungen.
Warum das wichtig ist
Bei einem Vorfall wissen Sie, wen Sie anrufen müssen und was gedeckt ist. Und Sie wissen, welche Massnahmen der Versicherer von Ihnen erwartet.
Damit es so bleibt
Lesen Sie die Bedingungen bei jeder Erneuerung durch: Die Anforderungen der Versicherer ändern sich.
Zu überlegen: Ein Vorfall ginge vollständig zu Ihren Lasten.
Das Risiko
Instandsetzung, Schliessungstage, Information der Patienten: Ein Vorfall kostet schnell Tausende von Franken. Es ist keine gesetzliche Pflicht, aber ein Risiko, das abzuwägen ist.
Das Ziel
Eine auf Ihre Praxis abgestimmte Deckung, deren Voraussetzungen Sie erfüllen.
Mit uns
Die Versicherer stellen technische Fragen (Datensicherungen, Zwei-Faktor-Authentifizierung, Schutz der Computer): Dieser Check hilft Ihnen, sie zu beantworten, und wir liefern Ihnen die Angaben zu allem, was wir verwalten.
Zu prüfen: Oft verstecken sich genau hier die Risiken.
So finden Sie es heraus
Sehen Sie in Ihren Berufsversicherungspolicen nach: Eine Cyberdeckung ist manchmal inbegriffen, manchmal als Option erhältlich. Ihr Broker kann Ihnen Auskunft geben.
Mit uns
Bei einem ersten, kostenlosen Besuch prüfen wir diesen Punkt mit Ihnen und erklären Ihnen, was wir festgestellt haben.
«Diesen Check an uns senden» öffnet das Kontaktformular mit dieser Zusammenfassung: Sie lesen sie durch, ergänzen sie und entscheiden, ob Sie sie senden. Dieser Check hilft Ihnen, Bilanz zu ziehen; er ersetzt weder ein Audit noch eine Rechtsberatung.